


Das vorhomerische Griechenland verstehen: Eine Zeit kultureller und politischer Umwälzungen
Unter Prähomerisch versteht man die Zeit vor der Abfassung der homerischen Epen, den ältesten erhaltenen griechischen Texten, die dem Dichter Homer zugeschrieben werden. Als vorhomerische Zeit wird im Allgemeinen die Zeit zwischen dem Ende der mykenischen Zivilisation (ca. 1200 v. Chr.) und der Entstehung der homerischen Epen (ca. 750 v. Chr.) angesehen. Während dieser Zeit befand sich Griechenland in einem kulturellen und politischen Zustand Umbruch, mit dem Zusammenbruch der mykenischen Zivilisation und dem Aufstieg des griechischen Mittelalters. In der vorhomerischen Zeit entstanden neue Stadtstaaten und die Entwicklung einer neuen Form der Poesie, bekannt als „heroischer“ Stil, der später die Grundlage für die homerischen Epen werden sollte.
Der Begriff „vorhomerisch“ ist pflegte diese Zeit zu beschreiben, da in dieser Zeit die Geschichten und Legenden, die später in den homerischen Epen verewigt wurden, erstmals verfasst und mündlich überliefert wurden. Obwohl uns keine Texte aus dieser Zeit überliefert sind, glauben Wissenschaftler, dass die vorhomerische Zeit eine reiche und lebendige Zeit für die griechische Kultur war, in der sich neue Formen der Poesie, Musik und des Geschichtenerzählens entwickelten.



