


Was sind unzulässige Beweismittel in einem Rechtsstreit?
Im Kontext eines Rechtsstreits bezieht sich „unzulässig“ auf Beweise, die vor Gericht nicht vorgelegt oder berücksichtigt werden können, weil sie die gesetzlichen Voraussetzungen für die Zulässigkeit nicht erfüllen.
Es gibt mehrere Gründe, warum Beweise als unzulässig erachtet werden könnten, darunter:
1. Relevanz: Die Beweise sind möglicherweise für den vorliegenden Fall nicht relevant.
2. Hörensagen: Die Beweise basieren möglicherweise eher auf Informationen oder Gerüchten aus zweiter Hand als auf direkten Aussagen.
3. Mangelnde Zuverlässigkeit: Die Beweise können unzuverlässig oder nicht vertrauenswürdig sein, beispielsweise wenn ein Zeuge in der Vergangenheit unehrlich oder voreingenommen war.
4. Privileg: Die Beweise können durch ein gesetzliches Privileg geschützt sein, wie z. B. die Kommunikation zwischen Anwalt und Mandant oder vertrauliche medizinische Informationen.
5. Best-Evidence-Regel: Der Beweis darf nicht das Originaldokument oder -objekt sein, sondern eine Kopie oder Hörensagenversion davon.
6. Authentifizierung: Die Beweise können möglicherweise nicht authentifiziert werden oder es kann nicht nachgewiesen werden, dass sie das sind, was sie angeblich sind.
7. Leitfrage: Die Beweise können das Ergebnis einer Leitfrage sein, bei der es sich um eine Frage handelt, die die Antwort vorschlägt oder so formuliert ist, dass sie die Antwort des Zeugen beeinflusst.
8. Spekulation: Die Beweise können eher auf Spekulationen oder Vermutungen als auf Tatsachen beruhen.
Wenn Beweise als unzulässig erachtet werden, können sie nicht zur Stützung der Argumente einer Partei oder zur Widerlegung der Argumente der Gegenpartei verwendet werden. Das Gericht kann die Beweismittel ganz ausschlie+en oder ihre Verwendung auf bestimmte spezifische Zwecke beschränken.



